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Das kleine Licht

 

In einem Wald stand ein winziger Tannenbaum zwischen lauter Riesen. «Winzling», lachten die Riesen, wenn sie ihn sahen, wie er sich vergeblich streckte, um nur einmal ein Stück Himmel zu ergattern. «Verschwinde! Ich brauche Platz!» zeterte ein Farnstock, der neben ihm stand. Dabei wuchs er immer schneller, rollte seine Blätter auf und breitet sich nach allen Seiten aus. Winzling, blieb am Ende nichts als Schatten. «Ich muss sterben», dachte der winzige Tannenbaum. Doch da erschien auf einmal ein kleines Licht in der Dunkelheit. "Was fehlt dir?», fragte das kleine Licht. «Ich möchte gross werden, um endlich den Himmel zu sehen. Ach, hätte ich Flügel wie die Vögel, die mir davon erzählt haben.» «Du brauchst keine Flügel!» flüsterte das kleine Licht. «Du hast Wurzeln.» Mit diesen Worten verschwand das Licht, und es wurde dunkel wie zuvor. Wie zuvor lachten die Riesen über ihn. Der Farnstock hörte nicht auf zu zetern und sich breit zu machen. «Ich habe Wurzeln», sagte der Winzling. Er spürte sie zum ersten Mal. Sie begannen sich zu regen, und bald liefen sie in alle Richtungen, um ihren Weg zu finden. Der Boden, auch wenn er sich mit Knollen und Steinen dagegen wehrte, musste ihnen weichen. Sogar eine Maus machte sich erschrocken davon. Winzling wuchs nicht in den Himmel hinauf, sondern tief in die Erde hinein. Winzling war so beschäftigt, sich seinen Platz zu erobern, dass er keine Zeit fand, an den Himmel zu denken. Er nahm kaum wahr, wie der Herbst ins Land zog, wie ein Sturm die Kronen der Riesen zerzauste, wie der erste Frost die Blätter des Farnstocks lähmte und von seiner Pracht nichts übrig liess als einen hässlichen braunen Strunk. Winzling wurde nicht nur grösser, sondern auch stärker. Um seinen Wipfel bildete sich jedes Jahr ein neuer Kranz von Ästen. Und als er eines Tages in die Höhe schaute, sah er staunend den Himmel, zum ersten Mal die Sonne, leuchtend und schön. Aber auch das Licht, den winzigen Sonnenstrahl, die ihn aus der Dunkelheit erlöst hat.

 

Max Bolliger

 


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Asanas

 

Als Asanas (Sanskrit) werden überwiegend ruhende Körperstellungen im Yoga (besonders im Hatha Yoga) bezeichnet. Asanas dienen nicht nur körperlicher Geschmeidigkeit und vitaler Kraft, sondern auch einer guten Körper-beherrschung; sie harmonisieren Körper und Geist im Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung. Eine der angestrebten Wirkungen ist es, den Gedankenfluss zur Ruhe zu bringen. Im Yoga geht es grundsätzlich nicht um Leistung, Erreichenwollen und Erfolge - Yoga ist kein Wettbewerb!

(Quelle: Wikipedia)